Valérie Lemercier lässt sich vom Leben der weltberühmten kanadischen Sängerin frei inspirieren und bewegt wie derer Stimme die Zuschauer mit einem fiktiven Biopic.
In Zeiten, in denen musikalische Biodramen wie «Bohemian Rhapsody» die Kinolandschaft wie im Sturm erobern, darf die Stimme der Liebe natürlich nicht fehlen. Die Figuren in ALINE tragen zwar andere Namen – schliesslich gibt es keine zweite Céline Dion, wie die Regisseurin unterstreicht – im Grunde folgt die Handlung jedoch dem wahren Leben der Sängerin.A Star is Born
Aline Dieu wird als das 14. Kind von ihren Eltern Ende der 60er Jahren in Québec geboren. Ihr Talent lässt nicht lange auf sich warten. Bereits im Alter von fünf Jahren begeistert sie Verwandte auf der Hochzeit ihrer Schwester mit ihrem unglaublichen Gesang, später sogar den berühmten Musikproduzenten Guy-Claude Kamar. Diesem schickt ihre Mutter voller Hoffnung eine Demo-Kassette. Als er diese zu Ohren bekommt, wird ihm sofort klar: Aus Aline wird einmal ein grosser Star werden... und seine Ehefrau.
Eine umstrittene «Liebesgeschichte»
ALINE verfolgt die Verwandlung des «ungeschliffenen Diamants» zum weltweiten Superstar, der 1988 den European Song Contest für die Schweiz gewann. Die musikalische Filmkomödie fokussiert aber mehrheitlich auf die kontroverse Beziehung der Pop-Ikone mit ihrem Manager. Obwohl René Angélil in Wirklichkeit 26 Jahre älter als Dion war, sieht Valérie Lemercier gerade darin «das Herz von Célines Geschichte».
Hommage mit Herzblut
Die Stand-Up-Komikerin sass nicht nur auf dem Regiestuhl sondern schrieb ausserdem am Drehbuch mit und übernahm gleich auch noch die Hauptrolle, wobei sie mit 57 Jahren Aline sogar als Kind verkörperte. Deren Gesangsstimme wird allerdings von der französischen Sängerin Victoria Sio übernommen. Mit einem Soundtrack voller legendärer Ohrwürmer wie «My Heart will Go On» bringt ALINE eine absolut komische Hommage auf die Kinoleinwand, welche die Herzen des Publikums weiter für Céline Dion schlagen lassen wird.