Jason Bourne

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Interview Matt Damon

Interview: Raya Abirached

Matt Damon: «Der harte Teil war, mit 45 Jahren wieder in Topform zu kommen»

LONDON He’s back! Nach 9 Jahren schlüpft Matt Damon wieder in seine Paraderolle als Jason Bourne und bringt mit dem gleichnamigen Kinohit sein neustes Abenteuer heraus. Gegenüber kinowetter verriet der Hollywoodstar, wieso er es noch einmal wissen wollte und welchen Einfluss die Reihe auf seine Karriere hatte.

Matt Damon, ist es der Adrenalin-Rush, der Sie immer wieder zu solchen Filmen zieht? Ja, schon ein bisschen. Es ist auch ein Grund, wieso ich Regisseur Paul Greengrass liebe. All seine Filme geben dir dieses Gefühl der Geschwindigkeit und lassen dich auf der Kante des Sessels voller Erwartungen sitzen. Das hängt einfach damit zusammen, was für ein toller Filmemacher er ist. Deshalb wollte ich unbedingt wieder mit ihm und nicht jemand anderem einen Jason Bourne-Film machen. Denn er ist für mich ein Schlüsselpunkt in all dem. Dass die Geschichte so funktioniert, wie sie es tut, verdanken wir ihm.

Hängt es für Sie auch ein bisschen damit zusammen, dass er so gut Geschichten erzählen kann, vor allem innerhalb des Action-Genres? Ja, aber auch die Tatsache, dass Paul mit seinem Co-Autor Christopher Rouse, der gleichzeitig das Filmediting machte, so gut auskam. Es war eine tolle Situation, denn während des Drehs arbeiteten sie eng zusammen. Es war wirklich super. Chris hat immer sofort geschnitten, sobald Paul was im Kasten hatte und es war wunderbar ihnen zuzusehen. Sie waren wirklich ein umwerfendes Team.

Woher denken Sie, kommt Ihr Interesse, dass Sie Jason Bourne nach so langer Zeit immer noch verkörpern wollen? Der Film ist dunkler als seine Vorgänger. Am Anfang des Films ist es für Jason nicht schön, aber das war so geplant. Paul meinte zu mir, wenn Jason zu Beginn des Films aussieht, als hätte er die letzten 10 Jahre gut gelebt, dann haben wir auch keinen Stoff für einen neuen Film. Er musste an einer Stelle anfangen, in welcher Jason kaputt und am Rande der Gesellschaft ist. Das wiederrum gibt mir als Schauspieler mehr Möglichkeiten zu spielen. Ausserdem liebe ich den Charakter Jason Bourne einfach. Er ist eine sehr interessante, dynamische und gleichzeitig komplizierte Figur.

Der Film spielt sich in Beirut ab, haben Sie auch dort gedreht? Nein, wir haben in Teneriffa auf den kanarischen Inseln gedreht. Alles, was nach Beirut aussieht und auch die erste Kampfszene an der mazedonischen Grenze wurde in Teneriffa gedreht. Jedoch war es ein wundervoller Ort zum spielen. Gerade diese eine Szene zu Beginn des Films war toll zum drehen. Wir haben jeweils Abends angefangen und drehten durch die Nacht hindurch, bis hin in die frühen Morgenstunden, wenn die Sonne aufging. Dazu hatten wir hunderte lokale Statisten, die uns unterstützten. Deren Muttersprache war klar Spanisch, doch jeder einzelne hat extra für diese Szene Sätze auf Griechisch gelernt. Sie alle hatten unglaublich viel Energie und Enthusiasmus, dank ihnen wurde die Szene wirklich realistisch. Ich bin unheimlich stolz darauf und für mich fühlt es sich wirklich an, als wäre es Griechenland.

Die Jason Bourne-Filme begleiten Sie schon lange. Wie viel Einfluss hatten Sie Ihrer Meinung nach auf Ihre Karriere? Wenn ich zurück ans Drehen dieser 4 Filme und die verschiedenen Stationen in meinem Leben denke, dann war Jason Bourne wirklich das Konstanteste in diesen 15 bis 16 Jahren. Ich bin jetzt an dieser guten Stelle in meinem Leben. Die Kinder sind aus den Windeln und auch sonst ist alles gut. Deshalb denke ich, der harte Teil war, mit 45 Jahren wieder in Topform zu kommen (lacht). Aber wenn dies das Einzige ist, über das ich mich beschweren kann, dann ist es nicht viel.

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