LONDON Kaya Scodelario schlüpft in «Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste» einmal mehr in die Rolle der tapferen Teresa. Im Interview mit kinowetter verrät die Schauspielerin, wieso sie sich vom Drehort bedroht fühlte und was ihr loyale Fans bedeuten.
Kaya Scodelario, worin unterscheidet sich der neue Film Ihrer Meinung nach besonders im Vergleich zum Vorgänger? Dieses Mal handelt es sich um eine persönliche Reise. Im Vorgänger waren alle als Gruppe im Labyrinth eingesperrt und hatten das gleiche Ziel vor Augen. Doch nun werden sie mit ganz anderen Erfahrungen konfrontiert und jeder reagiert anders auf das, was im Freien passiert.
Auch visuell wurden neue Impulse gesetzt... In der Tat. Ich selbst war noch niemals zu vor in New Mexiko. Als wir in Albuquerque ankamen, sah es ganz genau so aus, wie im Film. Es ist total überwältigend und gross. Und irgendwie auch einschüchternd. Ich durfte dort zwar einige der schönsten Sonnenuntergänge erleben, fühlte mich gleichzeitig aber auch von der Stille bedroht. Genau deshalb wirkt es im Film aber auch so toll.
Wurde dieses Mal auch mehr Körpereinsatz gefordert? Ja, und das haben wir ganz schön zu spüren bekommen (lacht). Der Körper weiss schliesslich nicht, wann man eine Flucht lediglich vortäuscht und ab wann es sich tatsächlich um eine ernsthafte Situation dreht. Rennt man, fängt er sofort an zu arbeiten. Der Körper übernimmt dann die Kontrolle. Das war ganz okay für mich. Aber am nächsten Tag tat mir alles weh und das mochte ich weniger (lacht).
Wie auch schon Teil 1, basiert auch der Nachfolger auf dem gleichnamigen Roman. Inwiefern war die Vorlage eine Referenz für die Verfilmung? Für mich war es keine Referenz. Ich habe voll und ganz auf die Kreativität von Regisseur Wes Ball und Drehbuchautor T.S. Nowlin vertraut. Deshalb habe ich mich ausschliesslich darauf fokussiert. Ich habe den Roman zum neuen Film vor ein paar Jahren gelesen, als es mit der Adaption losging. Mir war klar, dass ein paar Dinge anders werden und man sogar schon Kapitel aus dem dritten Buch einfügen würde. Daher war es in meinem Fall nicht notwendig, mich am Roman zu orientieren.
Im Film werden Freundschaft und Intuition thematisiert. Mit welcher Eigenschaft können Sie sich am meisten identifizieren? Intuition passt hervorragend zu meiner Figur Teresa. Sie hat ein ganz schlechtes Gefühl im Hinblick auf die Organisation WCKD und hält daran fest. Sie hat eine Tapferkeit, die ich bewundere. Es ist nicht einfach, zu wissen, was zu tun ist. Und im Film trifft das auf alle zu. Alle wollen das Richtige machen. Dabei wissen sie gar nicht, was überhaupt los ist.
Wie wichtig ist es für die Geschichte, dass man sich auch hinter den Kulissen versteht? Es macht es einfacher. Ich darf mich glücklich schätzen, da ich noch nie mit einem Schauspieler zusammengearbeitet habe, den ich nicht mochte. Gerade wenn man Fortsetzungen dreht, wäre das sehr problematisch. Aber wir kennen uns mittlerweile, wissen, wie jeder tickt oder arbeitet und respektieren uns.
Interessieren Sie sich für das, was Fans zu sagen haben? Wir wurden schon zu Zeiten von Fans kontaktiert, als wir noch für die Rollen vorsprachen. Sie haben sich noch länger auf diese Reise vorbereitet als wir und das respektiere ich. Ich mag, dass sie die Filme zu einem Teil von sich machen. Auf gewisse Weise besitzen sie sie. Sie haben uns von Anfang an unterstützt und waren immer sehr freundlich zu uns. Es gab nie irgendwelche blöden Kommentare.
Haben Sie sich schon auf den dritten Teil vorbereitet? Immerhin wissen Sie schon, was passiert... Wir wissen es zwar tatsächlich, allerdings nicht, was bis zum Drehstart noch alles geändert und umgeschrieben wird. Ich habe das Drehbuch zum letzten Film schon gelesen, aber die finale Fassung könnte noch einmal merklich davon abweichen. Ausserdem haben wir keine Ahnung, wie es uns morgen geht und was wirklich als nächstes auf dem Plan steht. Man muss im Hier und Jetzt leben.