Die Brücke von Arnheim

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Von: Roland Schäfli

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Am 17. September 2024 kommt es zum Brückenschlag zwischen Filmfans und Historikern. Der 80. Jahrestag der Schlacht um die «Brücke von Arnheim» wird mit vielen Erinnerungsfeierlichkeiten begangen. Der monumentale Film entstand an Hollands Originalschauplätzen.

1977 konnten die Holländer täglich Superstars zählen. «Als wir einen Bummel durch Arnheims stille Strassen machten», berichtete Hardy Krüger, «rieben sich die guten Bürger ungläubig ihre Augen.» A BRIDGE TOO FAR war der letzte der superlativen Kriegsfilme mit der Erfolgsformel Stars + Spektakel. Die grössten Kassenmagneten jener Jahre fochten untereinander den Privatkrieg um die höchste Gage aus. Sean Connery beklagte sich bitterlich beim Produzenten, als er erfuhr, dass Robert Redford mehr einstrich.

Film hat Vorfahrt

Regisseur Richard Attenborough filmte an den Brücken, die Ziel der historischen und fatal gescheiterten Luftlandeoperation «Market Garden» waren. In Nijmwegen, einer der längsten Brücken Europas, hatten die Stadtväter der Sperrung nur für drei Sonntage zugestimmt. Zeitkritisch für die Planung von Redfords Einsatz, der für jeden Tag Überzeit 125’000 Dollar bekam.

Die Brücke von Deventer

Das nach dem Krieg wieder aufgebaute Arnheim entsprach nicht mehr der historischen Ansicht. 50 Kilometer entfernt, in Deventer, wurde eine ähnliche Konstruktion als «Brücke von Arnheim» in Beschlag genommen. Sehenswerter Schauplatz sowohl von Film- und Kriegshandlung ist das Hartenstein-Hotel in Oosterbeek. Während der Kampfhandlungen Hauptquartier der Briten, ist es heute Kriegsmuseum, in das man in einer preisgekrönten Installation in die Fusstapfen der Soldaten tritt.

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