Matter Out of Place

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Documentary

Von: Ana von Halle

So poetisch kann Abfall sein

Nikolaus Geyrhalter geht dem menschlichen Müll auf den Grund und rüttelt mit einem packenden Dokumentarfilm wach.

Vom Meeresgrund bis zum Berggipfel – kaum eine Ecke unserer Erde ist nicht mit Abfall beschmutzt. Sogar dort, wo man ihn nicht vermutet: «Die erste Einstellung zeigt entlegene, einsame Natur, kein Mensch weit und breit, dennoch ist der Stausee voller Plastikmüll.».

So beschreibt der «Erde»-Regisseur den Beginn seines Dokumentarfilms. Während die einen unermüdlich Metall, Glas und Plastik den Kampf ansagen, bemühen sich andere darum, das Problem unter den Teppich zu kehren. Eindrückliche Bilder meterhoher Abfalltürmer lassen die Frage unter den Nägeln brennen:

Wohin mit der Materie?

In einem Schweizer Skigebiet wird der Müllwagen beispielsweise per Gondel transportiert, schliesslich soll die touristische Destination stets sauber gehalten werden – oder zumindest so aussehen, wie der österreichische Filmemacher festhält: «Im Bild vom Müllwagen, der an der Gondel hängt, stecken viel Absurdität und Poesie. Und wieder wird uns klar: Der Müll verschwindet nicht von alleine, sondern geht oft unerwartete Wege.».

Die Kurzfassung:

Die perfekte Lösung hat selbst Geyrhalter nicht. Danach sucht er während den vier Jahren Dreharbeiten von Nepal bis Nevada auch gar nicht: «Der Film ist im Wesentlichen so geworden, wie es die Recherche vermuten liess. Es gibt überall Müll. Und es gibt Gott sei Dank Menschen, die an einer Verbesserung arbeiten, es ist aber ziemlich hoffnungslos. Das ist die Kurzfassung.».

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