Das Deckelbad

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Drama
Humor
 
Anspruch
 
Action
 
Spannung
 
Erotik
 

Das triste Leben von Katharina Walser, die als fröhlicher – vielleicht zu fröhlicher Mensch – in die Schweiz kommt um als Serviererin den Lebensunterhalt und die Ausbildung ihres ausserehelichen Kindes zu verdienen, dringt tief ins Bewusstsein ein. Zum einen weil ihre Geschichte ein Tabuthema ist, zum andern, weil die Zuschauer bei diesem Film so nah dran sind, wenn offensichtliches Unrecht geschieht. Die Beklemmtheit ist spürbar.

Vieles was im „Deckelbad“ gesagt oder getan wird, schafft den Sprung in die heutige Zeit mit Frappanz. Deckelbäder gibt es heute zwar keine mehr, aber Menschen werden noch immer mit Druck und Gegendruck in ihrem freien Handeln beeinflusst oder mit Medikamenten „ruhiggestellt“. „Das Deckelbad“ ist eine erdige, mit Land und Leuten und ihrem Leben verbundene Geschichte. Die oft rauen, unbeholfenen Dialoge sind sehr direkt, kommen sofort auf den Punkt. Es ist die Sprache der Menschen am Ort des Geschehens. Ohne die Tragödie zu verraten ist der Film in machen Momenten aber auch leicht, manchmal sogar poetisch und unverkrampft. Zeigt als krassen Gegensatz zum Kampf ums karge Überleben auch Träumereien, Freude und Ausgelassenheit. Er strahlt aus, wenn die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit offensichtlich wird, oder wenn er mit kleinen Gesten grosse Emotionen weckt.

Genre Drama
Regie Kuno Bont
Darsteller Simona Specker
Gian Rupf
Hans-Peter Ulli
Jaap Achterberg
Leander Marxer
Originaltitel Das Deckelbad
Land CH
Jahr 2014
Dauer 96 Minuten
Altersfreigabe 12 Jahre