Unsere Grosse Kleine Farm

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Documentary
Wieso sollte man sich ausgerechnet eine Dokumentation über eine Farm ansehen, wenn die Kinocharts von Blockbustern wie den Marvel-Helden oder Reamakes grosser Klassiker gespült wird? Weil UNSERE GROSSE KLEINE FARM nicht nur in eine andere Welt entführt, sondern auch zeigt, dass es für jeden möglich wäre, seine eigene Welt etwas anders und vor allem harmonischer zu gestallten.

Wegen eines bellenden Hundes, lassen John und Molly Chester ihr geregeltes Leben in der Grossstadt zurück und stürzen sich Hals über Kopf in das Abenteuer Landwirtschaft. Angetrieben von dem einfachen Traum, das eigene und vor allem natürliche Gemüse und Obst essen zu können, erbauen sie sich eine Monokultur-Farm, die auf einen gesunden Boden durch Artenvielfalt und Biodiversität setzt, anstatt auf Pestizide.

So schön die Grundidee klingen mag, die Chesters treffen von Beginn an auf jede Menge Probleme, sei es von menschlicher Seite her oder durch die Natur. Zum Glück, für uns Zuschauer, war John vor seinem Leben als tüchtiger Farmer ein Dokumentarfilmemacher und lässt die Kamera durch jede noch so treffende Niederlage mitlaufen.

Es entstand eine eindrückliche Dokumentation, die zeigt, wie viel es braucht um ein intaktes Ökosystem von eigenen Händen aufzubauen und dieses auch richtig zu bewirtschaften. Durch Auf und Abs, atemberaubende Detailaufnahmen und Off-Kommentaren, führt uns UNSERE GROSSE KLEINE FARM auf anschauliche Weise vor, wie das System der Natur funktioniert und jeder, ob Tier, Pflanze oder Mensch, letzten Endes seine Rolle darin zu tragen hat.

Aus anfänglichem Idealismus, wird ein ehrliches Musterbeispiel für nachhaltiges Wirtschaften und nicht weniger als die Suche nach dem Sinn des Lebens. Das wird bestimmt inspirieren und macht Lust selbst der Natur wieder etwas näher zu kommen. [Nicole Odermatt]